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	<title>Radio-AENA die Nr.1 für Mittelalter, Fantasie und Folk!</title>
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	<description>Radio-AENA passt auf jedes Ohr!</description>
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		<title>Tiere als Freunde im Mittelalter (Symbole der höfischen Welt)</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 08:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Tiere als Symbole der höfischen Welt Betrachten wir aber, bevor wir ins eigentliche Thema einsteigen, kurz, wie das Verhältnis von Mensch und Tier im Mittelalter generell gestaltet war, denn nur vor dieser Folie wird ja die Frage nach möglicher Tierliebe oder nach der Freundschaft mit Tieren zu beantworten sein. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Tiere als Symbole der höfischen Welt<strong><br />
</strong></h1>
<p>Betrachten wir aber, bevor wir ins eigentliche Thema einsteigen, kurz, wie das Verhältnis von Mensch und Tier im Mittelalter generell gestaltet war, denn nur vor dieser Folie wird ja die Frage nach möglicher Tierliebe oder nach der Freundschaft mit Tieren zu beantworten sein.</p>
<p>Im Mittelalter bestand eine engere Beziehung zwischen Mensch und Tier als heute; so hing das Rittertum stark vom Pferd ab, Transport und Landwirtschaft konnten nicht ohne Pferde betrieben werden, die Ernährung der höfischen Gesellschaft beruhte stark auf Hausund wilden Tieren, jegliches Schreibmaterial bestand aus Tierhaut, also Pergament, Felle dienten oft zur Bekleidung, reichere Menschen schliefen unter Federbetten usw. Jeder Teil eines Tieres fand Verwendung, und selbst die Blase erwies sich als höchst vielfältig nützlich. Außerdem gab es selbst auf den Burgen und in den Städten Pferde-und Kuhställe, und überall wurden Hühner und Schweine gehalten. Obwohl man im frühen Mittelalter noch meistens zu Fuß kämpfte, änderte sich dies rasch, und spätestens seit dem 11. Jahrhundert repräsentierte das militärisch trainierte Pferd das Rittertum schlechthin (Turnier und Krieg).</p>
<h2>Verfügbarkeit von Tieren</h2>
<p>Nicht jeder Mensch konnte frei über Tiere verfügen. Bauern war meistens das Jagen im Wald verboten, gehörte ja dies zu den Privilegien der Adligen, was besonders in England unter Henry II. (t 1189) extreme Ausmaße annahm, wie uns John of Salisbury berichtet, der sich über die Willkür und Brutalität der Hofleute beschwerte, die mit ihren Reittieren bei der Jagd viel Schaden bei den Bauern verursachten [Policraticus). Gut gezüchtete Pferde kosteten ein Vermögen, das sich die meisten Bauern nicht leisten konnten (Werner der Gardensere, Helmbrecht [ca. 1250]), und oft wurden die wertvollsten Tiere aus Spanien importiert (z. B. Kastilier). Schweinehaltung war weit verbreitet, und man trieb die Tiere gerne in die Wälder, wo sie sich an Eicheln und Bucheckern mästeten, aber auch hier standen oft Standesprivilegien im Weg, was zu vielen Konflikten etwa zwischen Klöstern und Bauern führte. Das gleiche traf auf den Fischfang zu, der genau rechtlich geregelt war. Auf den großen fürstlichen Gütern und in den Klöstern gab es überall Fischteiche, während diese in den Dörfern nicht unbedingt anzutreffen waren; dafür konnte man noch bis weit ins Spätmittelaiter in den Bächen und Flüssen relativ ungeschoren fischen. Schafe dienten vor allem zur Wolleproduktion und wurden besonders intensiv von Klöstern und Adligen gehalten.</p>
<h2>Jagdtiere und ihre symbolische Bedeutung im höfisch-weltlichen Bereich</h2>
<p>Die Jagd auf wilde Tiere gehörte zu den wichtigsten Sportarten mittelalterlicher Adliger, und je nach Tierart und Technik nahmen auch Frauen daran teil (z. B. Beizjagd mit Greifvögeln, Hirschjagd). Hetzjagd mit Treibern, Jagd auf Wildschweine und Füchse, Jagd mit Fallgruben und Giftködern wurden hingegen nur von Männern betrieben.</p>
<p>Schon von früh an haben wilde Tiere eine wichtige Funktion in der Heraldik und Namensgebung eingenommen, denn von der Kraft und Stärke eines Bären, eines Löwen oder eines Wolfes sollte auch auf die entsprechende Fähigkeit oder Charaktereigenschaft des Wappen- bzw. Namensträgers geschlossen werden. Die höfische Welt, wie sie sich spätestens seit dem 11. Jahrhundert entwickelt hatte, griff häufig auf Jagdtiere zurück, um sich in ihnen als symbolischen Objekten zu spiegeln. Der Minnesang, also die höfische Liebeslyrik, kennt viele Beispiele von Jagdtieren, die für die jeweiligen Liebenden einstehen. Im höfischen Roman treten immer wieder Protagonisten auf, die eng mit einem Tier verbunden sind, das freundschaftlich an ihrer Seite steht, sie in Notsituationen schützt und gelegentlich sogar in den Kampf für sie eingreift.28</p>
<p>Umgekehrt konnte aber auch wildes Getier, auf das ein Held Jagd machte, dessen Charakter spiegeln. Ein ausgezeichnetes Beispiel hierfür bietet das anonym überlieferte Nibelungenlied (ca. 1200), in dem Siegfried kurz vor seiner Ermordung an einer Jagd teilnimmt, die als Ersatz für einen Krieg gegen die Sachsen organisiert wurde, um die enttäuschten Krieger bei guter Laune zu halten. Siegfried gibt sich jedoch nicht damit zufrieden, wie die anderen Helden einzelne Piere zu erjagen. Er tötet gleich so viele davon, dass die anderen zu murren beginnen, weil sie befürchten, er könnte den Wald so leer jagen, dass für sie keine Tiere mehr übrig bleiben würden. Siegfried vollbringt noch eine andere große Tat, die ihm keiner jemals nachahmen würde, indem er einen Bären lebendig fängt, diesen fesselt und ihn so mit sich ins Hoflager bringt. Dort treibt er dann seinen Schabernack mit der Gesellschaft, indem er den ganz verwirrten und verängstigten Bären los lässt. Dieser stürmt davon, gerät in den Küchenbereich, wo alle voller Angst davonstieben, aber er vermag nicht den Weg zurück in den Wald zu finden. Keiner wagt es, sich dem Bären zu nähern, nur Siegfried ist dazu in der Lage, und in triumphierender Pose eilt er dem wilden Tier nach und tötet es, ohne zu begreifen, welchen weiteren Hass und welchen Neid er bei allen Anwesenden auslöst, demütigt er sie ja alle bis zum äußersten. Hagen, sowohl Drahtzieher am Hof als auch Handlanger Gunthers, hat aber bereits die Stricke eingefädelt, um diesen gigantischen Mann umzubringen und schafft es dann auch bald, ihn an einem Brunnen von hinten zu erschlagen, als er gerade Wasser trinken will.</p>
<p>Welche symbolische Rolle spielt nun der Bär hinsichtlich Siegfried? Während der berühmte brandenburgische Markgraf Albrecht „der Bär&#8221; (ca. 1100-1170) hieß und sich so explizit als mächtiger und selbstbewusster Fürst darstellte, ist Siegfried nur indirekt mit dem Bären assoziiert, den er jedoch für seine pompöse Selbstdarstellung benutzt. Siegfried passt nicht in die Welt des Hofes und eckt überall an, ohne zu verstehen, wie er alle anderen Helden in ihrem Selbstbewusstsein verletzt. Nicht nur überragt er alle anderen mit seiner Statur, sondern er verfügt noch über eine durch das Drachenblut erzeugte Unverletzbarkeit und einen magische Unsichtbarkeit verleihenden Mantel, der ihm zusätzlich die Kraft von zwölf Männern gewährt. Siegfried ist also wie ein Bär, urtümlich, gewalttätig, unbeherrschbar, arrogant und anmaßend, ohne freilich sich dessen wirklich bewusst zu sein. Gerade indem er den Bären symbolisch einsetzt, signalisiert er ganz unfreiwillig, dass er selbst wie ein wildes Tier anzusehen ist, das keinen Platz in der höfischen Welt besitzt. Genauso wie er selbst den Bären tötet und damit die wilde Gefahr im Lager beseitigt, so wird auch er von Hagen meuchelmörderisch, nämlich hinterrücks, umgebracht. Ein Bär hat nichts am Hofe zu suchen, und so auch nicht Siegfried!</p>
<h2>Der gute Held und das Tier als Freund und Helfer</h2>
<p>Nicht ungewöhnlich ist die Erscheinung, dass ein höfischer Ritter wie Iwein im gleichnamigen Roman Hartmanns von Aue einem Löwen oder einem anderen Tier im Kampf gegen ein anderes Tier hilft, worauf dieser Löwe zu seinem Freund wird und ihn wiederum später tatkräftig unterstützt. Das Tier gewinnt dabei eine symbolische Bedeutung für den Protagonisten, weil es seinen inneren Charakter reflektiert. Der Löwe gibt durch sein eigenes Verhalten zu erkennen, dass Iwein ein tugendhafter Mensch geworden ist, Schutzbedürftigen seine Hilfe bietet und stets zur Verteidigung von Bedrohten bereit ist. Natürlich haben niemals in den Wäldern Europas, auch nicht im Mittelalter, Löwen oder andere exotische Tiere existiert, aber man war mit ihnen doch vertraut, sei es durch Kontakte mit der arabischen Welt, vor allem während der Kreuzzugszeit, sei es durch Reisen in den nordafrikanischen Raum, oder sei es am Hofe, wo sie durchaus als Gastgeschenke orientalischer Fürsten vorhanden waren. Insoweit überrascht es also gar nicht, insbesondere den Löwen als bedeutendes Wappentier zu finden und ihm immer wieder in höfischen Romanen zu begegnen, hier ganz von seiner religiösen Symbolik zu schweigen, die er ebenfalls oftmals einnahm.</p>
<p>Auch von Hunden hört man häufiger, die sich höchst treu ihrem Besitzer gegenüber verhalten (Elisabeth von Nassau-Saarbrücken, Königin Sibille, ca. 1430), zugleich aber auch manchmal symbolisch/ethische Bedeutung annehmen konnten, indem sie den Protagonisten auf die Spur zum Ziel hin lenken oder eine höchst bedeutungsvolle Hundeleine nach sich schleppen, auf der sozusagen das zukünftige Leben eingeschrieben ist mittels Diamanten und Edelsteinen (Wolfram von Eschenbach, Titurel, ca. 1220). Die Handlung entwickelt sich dort aber tragisch, weil die weibliche Protagonistin, Sigune, nicht die entscheidenden letzten Wort auf der Leine beachtet bzw. sie in ihrer Hast diese verliert, als der Hund, damit die Leine und zuletzt der ausschlaggebende Text ihr wieder davoneilt.</p>
<p>Quelle: Tiere als Freunde im Mittelalter ISBN 9-783-940523-08-2)<br />
Mit freundlicher Genehmigung vom <a href="http://www.bachmann-verlag.de/" target="_blank">Wissenschaftsverlag Bachmann</a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Sexualität im Mittelalter</title>
		<link>http://blog.radio-aena.de/archives/1623</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 17:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neuigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[(Quelle: Lebeswelten des Mittelalters ISBN 978-3-940523-07-5) Mit freundlicher Genehmigung vom Wissenschaftsverlag Bachmann Sexualität im Mittelalter Liebespaar aus einer Wappenscheibe um 1500, Frankfurt a. M., Historisches Museum Kann die menschliche Sexualität Thema der Geschichte sein? Ist das Verhalten der Geschlechter in diesem Bereich nicht schlichtweg biologisch festgelegt? Für die körperlichen Grundgegebenheiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Quelle: Lebeswelten des Mittelalters ISBN 978-3-940523-07-5)</p>
<p>Mit freundlicher Genehmigung vom <a href="http://www.bachmann-verlag.de/" target="_blank">Wissenschaftsverlag Bachmann</a> <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h1><strong> </strong>Sexualität im Mittelalter</h1>
<p><img src="http://www.radio-aena.de/gallery/displayimage.php?pid=38&amp;fullsize=1" alt="" /></p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="91" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/1-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img longdesc="http://www.radio-aena.de/gallery/displayimage.php?pid=38&amp;fullsize=1" src="http://www.radio-aena.de/images/stories/1-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="153" align="left" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Liebespaar aus einer Wappenscheibe um 1500, Frankfurt a. M., Historisches Museum</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Kann die menschliche Sexualität Thema der Geschichte sein? Ist das Verhalten der Geschlechter in diesem Bereich nicht schlichtweg biologisch festgelegt? Für die körperlichen Grundgegebenheiten trifft dies zweifellos zu. Aber innerhalb dieses Rahmens existiert ein großer Spielraum von Verhaltensweisen, und was man üblicherweise tut oder nicht tut, das ist kultur- bzw. epochenabhängig. So hat keine der europäischen Kulturen jene Vielfalt erotischer Möglichkeiten entwickelt, die im alten Indien nach Ausweis des Kamasutra und anderer Quellen bekannt war. Unser Mittelalter war, mit der Antike und der Gegenwart verglichen, jene Periode, in der Sexualität im öffentlichen Diskurs, d. h. in Texten und Bildern, die geringste Rolle spielte und in der sie in der Praxis &#8211; aller Wahrscheinlichkeit nach &#8211; nur in sehr wenig Variation verwirklicht wurde.</p>
<p>Aussagen über das alltägliche Verhalten auf diesem Gebiet bleiben besonders unsicher, da es aus der Vormoderne keine heutigen Befragungen ähnliche Informationen gibt und die dezidierte Sexualfeindlichkeit der katholischen Kirche wie ein Filter wirkte, der dieses Thema entweder von der Verschriftlichung ganz ausschloß oder sehr zurückdrängte. Wenn doch konkrete Aussagen über Sex gemacht wurden, so nur in speziellem Sachzusammenhang, z. B. in medizinischen Traktaten oder in Texten, die die offizielle Kultur karikierten oder bekämpften, wie einige Vagantenstrophen, Burlesken und Farcen. Die bildende Kunst konnte sich erotischen Themen i. d. R. nur zuwenden, wenn diese apotropäische oder moralisch-warnende Funktion hatten, wie in der romanischen Bauplastik oder den gotischen Randminiaturen, oder wenn sie einen narrativen Text — mit Zurückhaltung — illustrierte.</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="136" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/2-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/2-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="107" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Eine ihre Brust weisenden Frau als Warnung vor Unkeuschheit Wasserspeier, wahrscheinlich 14. Jh.,</p>
<p>Burg Heidenreichstein (Niederösterreich)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Erotische Kunst, die beim Betrachter entsprechende Empfindungen auslösen sollte, kam erst gegen Ende des Mittelalters auf und ist nur in extrem wenigen Beispielen bekannt. Die nackten Körper der hochmittelalterlichen Bauplastiken waren trotz betonter Geschlechtsdarstellung immer so gestaltet, daß sie abschreckend wirken: Warnungen vor Sünden gegen das sechste Gebot oder dämonen- und unheilabwehrende Figuren.</p>
<p>Lange könnte man von den erotischen Phantasien berichten, die in die eschatologische Welt projiziert wurden: Eine Illumination im berühmten Stundenbuch des Duc de Berry etwa, von Jean Colombe gestaltet, zeigt den Strom toter Seelen, die an diesem Ort von Feuer, Eiswasser, Wind, Regen und dämonischen Untieren gemartert werden. Alle Stände sind vertreten, man erkennt etwa einen Bischof und einen Mönch. Aber wer seine Strafe abgebüßt hat, wird von einem Engel aus der Unterwelt befreit. Der Maler hat dabei in ungewöhnlicher Weise frommes Erschauern und erotische Faszination kombiniert; das Bild der üppigen und völlig nackten weiblichen Seelen dürfte bei dem fürstlichen Betrachter nicht nur devote Gedanken ausgelöst haben. Aber schließlich war dieses Privatgebetbuch auch nur für den intimen Gebrauch bestimmt.</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="151" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/3-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/3-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="129" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Wahrscheinlich das erste erhaltene Pinup-Girl der nachantiken Geschichte: Die ,Luxuria&#8217; von Antonio Pisano, gen. Pisanello. Der Künstler zeichnete sie um 1425, im Alter von etwa 25 bis 35 Jahren.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Es ist sehr unwahrscheinlich, daß viele mittelalterliche Männer den Geschlechtsverkehr anders als hastig, egoistisch und mit schlechtem Gewissen ausübten. Ein Geistlicher des 9. Jahrhunderts schrieb, viele Frauen stürben an der Brutalität des Geschlechtsverkehrs. Was sollte einem erschöpft von der Landarbeit heimkommenden Bauern oder einem nicht weniger ermüdeten Arbeiter in der Stadt ein erotisches Vorspiel bedeuten? Wenn Ritter, die sich in diesem Punkt nicht um die Kirchenlehre kümmerten, wie etwa der erste Trobador Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, von ihren Eroberungen prahlten, dann ging es ihnen darum, mit wie vielen sie es getrieben hatten und wie oft in einer Nacht. Frauen waren auch hier von Gott zur Befriedigung des Mannes geschaffen, und das Thema Sexualität hatte die Kirche derartig tabuisiert, daß es darüber auch unter gutwilligen Eheleuten kaum Gespräche gegeben haben wird.</p>
<p>So ist davon auszugehen, daß der Koitus fast nur in der sog. Missionarshaltung vollzogen wurde. Nach französischen Gerichtsprotokollen des späten Mittelalters wurde sogar im Bordell in zehn von zwölf Fällen diese Stellung praktiziert, die plastisch mit „chevaucher&#8221; (reiten), „rotir&#8221; (stampfen), „travailler&#8221;, „labourer&#8221; (bearbeiten) ausgedrückt wurde. Nur in einem Fall verkehrte ein Paar im Stehen, ein anderes, bei dem die Prostituierte erst zwölf Jahre alt war, mit dem Mann unter dem Mädchen. Die Bildquellen bestätigen dies: Wenn Paare unter der Decke im Bett abgebildet wurden, z. B. in illuminierten medizinischen oder juristischen Handschriften (beim Thema Verführung und Ehebruch), dann liegt üblicherweise stets der Mann auf der Frau. Die umgekehrte Position galt als diabolisch, so verkehrte nur der Teufel mit Frauen, nämlich den Hexen beim Sabbat. Auch sich der Frau von hinten zu nähern, war Eigenheit des Dämons, etwa bei der Zeugung des Zauberers Merlin. Im allgemeinen scheint sich das Vorspiel auf den „frechen Griff&#8217; des Mannes an die Scham und den Busen beschränkt zu haben.</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="100" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/4-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/4-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="108" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Der übliche Sex in der ,Missionarsstellung&#8217; Holzschnitt aus der Vita des Antichrist, um 1475</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dennoch finden sich bisweilen Hinweise auf eine größere sexuelle Vielfalt. So erwähnen die frühmittelalterlichen Bußbücher, in denen zum Gebrauch des Beichte hörenden Priesters die Straftarife für die verschiedensten Sünden verzeichnet waren, u. a. Oral- und Analverkehr, anscheinend Formen der Empfängnisverhütung. Nur Gruppensex war wohl völlig unüblich; zu solcher Unkeuschheit ließen sich höchstens ,Heiden&#8217; herab, also die Muslime, und vor allem Häretiker. Letztere anscheinend teilweise wirklich, wie wohl die böhmischen Adamiten. Einige Herrscher, wie Karl d. Gr. oder Friedrich II. von Staufen hielten sich freilich geradezu Harems, ohne deswegen besonders kritisiert zu werden. Was die visuelle Erotik betraf, so bietet die Frauenmode seit dem 12. Jahrhundert manche Beispiele für Verhüllen und Enthüllen durch enge Kleidung, Dekollete und Schleier, aber sich am Anblick des nackten Körpers der Geliebten oder Gattin zu erfreuen, war eindeutig verwerflich: In einem um 1140 verfaßten Reiseführer für Pilger bemüht sich der französische Autor, die ihm verhaßten Navarresen als sittlich völlig entartet darzustellen, wozu er anführt, wie eifrig sie mit Maultieren und Stuten verkehren, sowie als besonders skandalös, daß Mann und Frau vor dem Geschlechtsakt einander ihre Schamteile zeigen.</p>
<p>Dennoch entwickelte sich wenigstens in den Kreisen der Jeisured society&#8217; des Hochmittelalters gelegentlich etwas wie Frivolität, ja sogar Erotik. Dies in einigen Liedern von Trobadors und Minnesängern, deren Liebe übrigens entgegen einer weitverbreiteten Ansicht weder zumeist keusch noch unbedingt auf verheiratete Partnerinnen beschränkt war. So wünscht sich der Trobador Arnaut Daniel (XII, 31 f.), Gott gebe, „daß ich ihren schönen Leib küssend und lächelnd entblöße und ihn gegen das Licht der Lampe betrachten kann&#8221;. Ihm geht es also nicht nur um die Vereinigung, sondern genauso um die visuelle und taktile Erotik davor.</p>
<p>Nicht zufällig beschreiben genau in derselben Zeit nach 1100, als zwischengeschlechtliche Erotik zum ersten Mal seit der Antike wieder thematisiert wird, auch geistliche Autoren die ersten sexuell gefärbten Christusvisionen oder das Liebesverhältnis von Seelenbraut und göttlichem Bräutigam: Die Geschichte der Erlebnismystik beginnt mit phantasierten Liebesszenen. Sie sollten ab dem 13. Jahrhundert in der Frauenmystik nicht selten figurieren, die Beginen Mechthild von Magdeburg und Hadewijch sind die bekanntesten Autorinnen derartiger autobiographischer Darstellungen.</p>
<p>Dies war freilich ein Gegenstrom gegen die kirchlicherseits andauernd verkündete Abwertung aller körperlichen Intimitäten, die sicher viele nur mit schlechtem Gewissen lieben ließ. Von Paulus über Augustinus geht dieser Traditionsstrang der Unterdrückung aus, der &#8211; nur unbewußt? &#8211; zu einem Herrschaftsinstrument der Hierarchie über die ihnen untergebenen Geistlichen und Laien wurde. Mit der Ausdehnung des mönchischen Keuschheitsideals auf die Gesamtkirche im Verlauf der Kirchenreform (11./12. Jh.) wurden auch die bisher i. d. R. verheirateten Priester dem Zölibat unterworfen &#8211; nach heftigen, bis zu Mord und Todschlag gehenden Auseinandersetzungen.</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="162" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/5-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/5-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="203" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Die Fackel der Liebe entzündet die teilweise wie eine Burg gestaltete Dame an der richtigen Stelle. Illustration zum Roman de la Rose, um 1410 Valencia</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Als typisch für die kirchliche Haltung sei nur ein Lehrsatz des Bischofs Huguccio von Pisa (+1210) zitiert: „Niemals kann [selbst] der eheliche Geschlechtsverkehr wenigstens ohne läßliche Sünde ausgeübt werden, da er doch auf jeden Fall mit einem Minimum an sexueller Erregung verbunden ist &#8230;&#8221; Bei ernsthaft Frommen konnte das zu einer Traumatisierung führen: Einige heilige Frauen des Spätmittelalters wie die Nonne Christine von Retters oder die Ehefrau und Mutter Francesca von Rom verstümmelten sich ihr Geschlecht, um angenehme sexuelle Empfindungen unmöglich zu machen.</p>
<p>Die kirchliche Kontrolle konnte jedoch unterschwellige Manifestationen des Eros nicht ausrotten. Sie finden sich erstaunlich häufig nicht nur in der Brautmystik, sondern auch in der Dichtung sowie in der profanen und religiösen Kunst. „Der Liebe Dorn&#8221;, „Korn schneiden&#8221;, „das Bürglein erobern&#8221; u. ä. mögen als Beispiele für eine Fülle einschlägiger Metaphern stehen. Während die profane Malerei erotische Szenen nur selten in Miniaturen zeigte, so z. B. bei den Allegorien des Rosenromans, gab es Handfestes auch für kleine Leute in Form billiger Metallabzeichen, die teilweise auf antike Vorlagen zurückgehen und möglicherweise als Apotropaia getragen wurden, wie die ,Feige&#8217; noch heute in Südeuropa, oder auch zu bestimmten Brauchtumsterminen (Hochzeit?).</p>
<p>Sehr deutlich werden die verdrängten sexuellen Phantasien in vielen schriftlichen und bildlichen Darstellungen der Höllenstrafen, wo den sadistischen Komponenten freier Lauf gelassen werden konnte. Wenn eine ob ihrer Unkeuschheit in die Hölle verdammte Frau von den Teufeln mit einem Horn und einer Schlange zwischen den Beinen gequält wird, wie im Weltgerichtsfresko der Kathedrale von San Gimignano (E. 14. Jh.) zu sehen, dann bedarf die Deutung keiner großen psychoanalytischen Interpretationsbemühungen:</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="100" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/6-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/6-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="130" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Ansteckzeichen in Gestalt eines gehenden Penis, auf dem ein Schubkarren mit weiteren Penes geschoben wird. 14./15. Jh., Bodenfund aus den Niederlanden</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="158" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/8-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/8-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="211" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Martyrium der hl. Agatha (oder Afra?) Altartafel um 1515, Linz, Schloßmuseum</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Jedoch sind auch manche Bilder erhalten, bei denen man kaum entscheiden kann, inwieweit der Künstler sich der sexuellen Komponente bewußt war. Das Martyrium weiblicher Heiliger bot viele Möglichkeiten, im kirchlichen Rahmen und zu gottgefälligem Zweck weibliche Akte darzustellen und männlichen Künstlern wie Beobachtern das Phantasieren sexueller Sadismen in den Handlungen der Folterknechte zu ermöglichen. So konnte man etwa zeigen, wie die Brüste der hl. Barbara abgeschnitten wurden (Altartafel von Meister Franke, um 1415, Helsinki, Nationalmuseum) oder wie die Henker die der Heiligen Agatha und Afra verstümmelt u. ä.</p>
<p>Sexuelle ,Perversionen&#8217; waren mit einem noch stärkeren Tabu behaftet als die ,normale&#8217; Sexualität, da sie nach biblischer Vorgabe als Frevel gegen die Natur betrachtet wurden, für die Gott sich an der gesamten Gemeinschaft rächen werde, sollten die Sünder nicht von ihr bestraft werden. Homosexualität („Sodomie&#8221;) wurde aus verständlichen Gründen besonders Mönchen oft vorgeworfen (wogegen Tribadie fast keine Beachtung fand). Es haben sich aus diesen Kreisen tatsächlich einige homoerotische Dichtungen erhalten, die gern auf den Ganymed-Mythus anspielen.</p>
<p>Im Lauf der Epoche immer öfter als Ketzerei definiert, wurde gleichgeschlechtliche Liebe immer härter bestraft, schließlich oft mit der Verbrennung geahndet. Auf der iberischen Halbinsel pflegte man beide Männer zu kastrieren, ehe man sie mit dem Kopf nach unten aufhing, bis der Tod eintrat; in Siena wurden sie am Geschlechtsteil aufgehängt, wie es Giotto als Vergeltung für sexuelle Sünden auch in der Hölle dargestellt hat (Jüngsten Gericht, Padua, Arena-Kapelle, 1306).</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="100" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.radio-aena.de/images/stories/9-400.jpg" target="_blank" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.radio-aena.de/images/stories/9-400.jpg" alt="Zum vergrößern klicken" width="150" height="96" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td>Jupiter in Adlergestalt entführt Ganymed als Lustknaben A. 13. Jh., Parma, Baptisterium</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Auf Bestialität, im Mittelalter auch Sodomie genannt (nach dem biblischen Sodom), stand für Mensch und Tier ebenfalls der Feuertod. Pädophilie scheint dagegen in den Quellen des Mittelalters kaum auf, vielleicht, da man Mädchen vielfach ohnehin legitim schon vor oder knapp nach der Geschlechtsreife heiraten konnte. Es ist ganz bezeichnend, daß ein adeliger Sexualpathologe wie Gilles de Rays (1404-1440), ein Mitkämpfers der hl. Johanna von Orléans, Hunderte von Kindern bestialisch mißbrauchen und zu Tode foltern konnte, ehe die Justiz begann, sich mit ihm zu beschäftigen. Dieser Casus zeigt in aller Deutlichkeit, daß sexuelle und sadistische Ausschweifungen eines mächtigen Feudalherrn von den unter seiner Herrschaft Stehenden einfach hingenommen werden mußten. Man kann die Dunkelziffer ähnlicher Verbrechen kaum erahnen.</p>
<p>(Quelle: Lebeswelten des Mittelalters ISBN 978-3-940523-07-5)</p>
<p>Mit freundlicher Genehmigung vom <a href="http://www.bachmann-verlag.de/" target="_blank">Wissenschaftsverlag Bachmann</a> <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jagd- bzw. Greifvögel</title>
		<link>http://blog.radio-aena.de/archives/1613</link>
		<comments>http://blog.radio-aena.de/archives/1613#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 17:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jagd- bzw. Greifvögel Zu den wichtigsten Sportarten am Hofe gehörte das Jagen mit Greifvögeln, vor allem mit Falken oder Sperbern, Bussarden und Habichten. Um diese Vögel entsprechend einsetzen zu können, bedurfte es einer langwierigen Zähmung und Erziehung, denn der Falke z. B. musste lernen, auf Befehl seines Besitzers einen anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Jagd- bzw. Greifvögel</h1>
<p>Zu den wichtigsten Sportarten am Hofe gehörte das Jagen mit Greifvögeln, vor allem mit Falken oder Sperbern, Bussarden und Habichten. Um diese Vögel entsprechend einsetzen zu können, bedurfte es einer langwierigen Zähmung und Erziehung, denn der Falke z. B. musste lernen, auf Befehl seines Besitzers einen anderen Vogel zu jagen, diesen fallen zu lassen und dann gehorsam zur Hand des Jägers zurückzukehren. Kaiser Friedrich II. war einer der besten Kenner dieser Jagdmethode und verfasste das berühmte, bis heute noch in dieser Branche als vorbildlich anzusehende Falkenbuch (ca. 1240), in dem er ausführlich die relevanten Vögel vorstellte und genaue Anweisungen zu ihrer Zucht und Ausbildung gab.</p>
<p>Der Falke diente höfischen Dichtern als eines der bedeutendsten symbolischen Tiere, verkörperte er ja, wie es mit am besten Der von Kürenberg in seinen Minneliedern (ca. 1170) zum Ausdruck brachte, die große Spannung zwischen Zucht und Wildheit, Kraft und Unterwerfung, Dienstbereitschaft und Freiheitswille. Der Falke gereichte so gut zu diesem Zweck, weil der Liebesbegriff stark von der Dienstvorstellung geprägt war, die nur durch einen langen Erziehungsprozess entstehen konnte. In der berühmten Manessischen lAederhandschrifi (ca. 1330/1340), die die wichtigste Sammlung mittelhochdeutscher Minnelyrik umfasst, sind alle Dichter auch in jeweils fiktiven Porträts abgebildet, und vielmals begegnen wir hier Damen und Herren, die mit Falken auf Jagd gehen, denn dieser adlige Sport stand den Vertretern beider Geschlechter offen.</p>
<p>Die junge Kriemhild im Nibelungenlied träumt von einem Falken, den sie selbst aufzog, der aber dann von zwei Adlern zerrissen wurde, was deutlich auf ihre spätere Ehe mit Siegfried hinweist, der von Hagen ermordet wird. Obgleich sich Kriemhilds Mutter bemüht, ihre nun verständliche Ablehnung von Minne/Liebe zu überwinden, beharrt ihre Tochter darauf, sich vor diesem Gefühl hüten zu wollen, denn dieses sei stets noch mit Leid verbunden (Strophe 17). Am Ende kommt es jedoch genau so, wie Kriemhild es vorhergesehen hat, aber, wie alle Liebesdichter des Mittelalters bestätigten, die Erfahrung von Liebe ist nun einmal unvermeidlich mit Leid verknüpft.</p>
<p>Selbst der junge Tristan in Gottfrieds von Straßburg gleichnamigen Roman (ca. 1210) erfährt mehr oder weniger dieses Schicksal, weil er sich auf ein norwegisches Kaufmannsschiff begibt, wo viele prächtige Jagdvögel zum Verkauf angeboten werden, die ihn unwiderstehlich anlocken. Allerdings führen diese noch nicht zu seinem Verderben, erst ein Schachspiel verleitet ihn, und auf dieses konzentriert er sich dann so stark, dass er nichts von dem Entführungsmanöver der Kaufleute merkt. Freilich müssen ihn später die Norweger wieder aussetzen, haben sie ja Angst vor ihm bekommen, weil sie glauben, seine Anwesenheit auf ihrem Schiff habe ein von Gott geschicktes Unwetter ausgelöst. Damit ist aber bereits Tristan auf dem besten Wege zu seinem Onkel, dem König von Cornwall, wo sich sein eigentliches Schicksal erfüllen wird. Die zum Kauf angebotenen Jagdvögel haben somit auf ihre Weise dazu beigetragen, Tristan aus seiner Welt der Kindheit zu reißen, wenngleich sie nicht direkt instrumentell diese Aufgabe besaßen.</p>
<p>Das wohl wichtigste Beispiel für die symbolische Bedeutung des Falken entdeckt man jedoch in Giovanni Boccaccios Decamerone (ca. 1350), das ab dem 15. Jahrhundert auch stark auf die deutsche Literatur ausgestrahlt hat, sobald die erste Übersetzung von Heinrich Schlüsselfelder (Pseudonym ,Arigo&#8217;) 1476 vorlag. In einer der Erzählungen (5/9) verliebt sich ein junger Mann so sehr in eine Dame, dass er sein ganzes Vermögen vergeblich verschleudert, um sie für sich zu gewinnen. Arm geworden, zieht er sich auf sein letztes Landgut zurück, wo ihm nur noch ein höchst wertvoller Falke übrig geblieben ist. Inzwischen stirbt der Ehemann seiner Geliebten, die sich dann ebenfalls auf einem dem Verarmten nahe gelegenem Hof einrichtet. Ihr junger Sohn macht so Bekanntschaft mit dem Edelmann und wünscht sich nichts mehr, als dessen Falken zu besitzen, wodurch er in eine bedrohliche Krankheit stürzt. Erst nach langer Zeit gesteht er seiner Mutter, womit sie ihm helfen könnte, und diese begibt sich dann schweren Herzens zu dem Nachbarn. Dieser glaubt aber, ihr Besuch bedeute, dass sie eine andere Gesinnung ihm gegenüber gewonnen habe, weswegen er sie festlich empfangen möchte. In seiner Not tötet er flugs den Falken und lässt davon ein Gericht für sie anfertigen. Als sie schließlich erkennen muss, was dieser Mann alles für sie gemacht hat, nämlich sogar seinen letzten wertvollen Besitz für sie zu opfern, erkennt sie seinen edlen Charakter und heiratet ihn, wenngleich ihr Sohn nicht mehr gerettet werden kann.</p>
<p>Andere Vögel wie der Kuckuck, dann auch der Schwan und, ironisch aufgefasst, der Rabe reflektieren oftmals die freudvolle Er-fahrung des Frühlings und den Neubeginn des Lebens erfüllt mit Liebesabenteuern (so besonders eindringlich bei Oswald von Wolkenstein [1376/77-1445]).</p>
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		<title>Slawische Schätze des Mittelalters</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 20:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonderausstellung im Museum in der Kaiserpfalz Paderborn (lwl). Das Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn präsentiert ab 12. Februar (bis 8. Mai) die Sonderausstellung &#8220;Schätze des Mittelalters &#8211; Schmuck aus dem Staatlichen Archäologischen Museum Warschau&#8221;. 440 Schmuckstücke aus dem 10. bis 13. Jahrhundert zeigen die slawische Kultur des Mittelalters. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Sonderausstellung im Museum in der Kaiserpfalz</h2>
<p>Paderborn (lwl). Das Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn präsentiert ab 12. Februar (bis 8. Mai) die Sonderausstellung &#8220;Schätze des Mittelalters &#8211; Schmuck aus dem Staatlichen Archäologischen Museum Warschau&#8221;. 440 Schmuckstücke aus dem 10. bis 13. Jahrhundert zeigen die slawische Kultur des Mittelalters. Die Fundorte erstrecken sich über das heutige Polen, Weißrussland und die Ukraine.</p>
<p>&#8220;Schmuck nahm in der menschlichen Kultur schon immer einen wichtigen Platz ein und hat viele Aufgaben &#8211; von ästhetischer, sozialer und symbolischer Bedeutung bis hin zur schlichten Gebrauchsfunktion&#8221;, erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Donnerstag (10.2.) bei der Vorstellung der Ausstellung. &#8220;Schmuck spiegelt die soziale Position seines Besitzers, etwa Alter und Familienstand, aber auch religiöse Überzeugungen wider.&#8221; Prof. Dr. Michael M. Rind, Chefarchäologe des LWL: &#8220;Die Sonderausstellung zeigt wunderschöne Exponate aus der Glanzzeit der slawischen Schmuckherstellung. Wir freuen uns, diese glanzvolle Epoche des polnischen beziehungsweise des Kiewer Reiches im Mittelalter nun in der Paderborner Kaiserpfalz zu präsentieren. Die Zusammenarbeit mit dem Warschauer Museum war hervorragend.&#8221;</p>
<p>Von dem Reichtum am polnischen Königshof berichtete bereits der fränkische Mönch Gallus Anonymus zu Beginn des 12. Jahrhunderts: &#8220;Die Frauenzimmer des Hofes gingen so belastet mit gol-denen Kronen, Kolliers, Halsketten, Armringen, goldenen Fransen und Kleinodien, dass, wenn Zweite sie nicht stützen würden, sie dieses Gewicht der Metalle nicht hätten heben können.&#8221;<br />
Ganz in Gallus‘ Sinn zeichnen sich die ausgestellten Schmuckstücke durch einen Formenreichtum aus, der von der hohen Kunstfertigkeit der Hersteller und vom ausgewählten Geschmack und Wohlstand der Besitzer zeugt. Die Schmuckstücke stammen aus Gräberfeldern, Burgwällen oder wurden als Horte versteckt. Oft sind aber auch die Fundorte und die Umstände, unter denen die Kostbarkeiten in die Erde gelangten,<br />
unbekannt.</p>
<p>Zu den Exponaten gehören neben typischem Schläfen- und Halsschmuck auch Ohr-, Arm- und Fingerringe aus Silber, Bronze und Gold, Glas, Halbedelsteinen und Bernstein. Die zum Teil sehr aufwändig gearbeiteten Schmuckstücke aus dem 10. bis 13. Jahrhundert stammen aus dem Reich der polnischen Herrscherdynastie der Piasten und aus der Kiewer Rus &#8211; einem Großreich, das Teile des heutigen Russland, der Ukraine und Weißrusslands umfasste. Sie lassen den sagenhaften Reichtum an den slawischen Höfen erahnen und geben Einblicke in die mittelalterliche slawische Gesellschaft.</p>
<p>Zur Ausstellung gibt es ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen und Workshops sowie vier museumspädagogische Programme für Schulklassen und Erwachsene. In Zusammenarbeit mit dem Warschauer Museum und dem Landesmuseum Brandenburg ist ein Ausstellungskatalog erschienen, der im Buchhandel erhältlich ist.</p>
<h3>Hintergrund/Exponate</h3>
<p>Schläfenringe<br />
Sehr verbreitet im slawischen Gebiet waren Schläfenringe, die aus Draht oder zusammengedrehten Blechstreifen zu einem offenen Ring gebogen waren. Vorrangig Frauen trugen sie einzeln oder zu mehreren auf beiden Kopfseiten an Leder-, Woll- und Flechtbändern oder an Tüchern. Im Laufe der Zeit wurden sie immer größer und zierten bis ins 14. Jahrhundert die Schläfen vor allem der ostslawischen Frauen.</p>
<h3>Ohrringe</h3>
<p><a rel="attachment wp-att-1547" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1546/ohrring3"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1547" title="ohrring3" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/03/ohrring3-88x100.jpg" alt="" width="88" height="100" /></a>In der Ausstellung sind für die ost- und westslawischen Gebiete und sogar für den Orient typische Ohrringe zu sehen. Die schönsten Objekte sind aus Silber und stammen hauptsächlich aus Hortfunden. Manchmal wurden sie allerdings auch als Beigaben mit ins Grab gelegt. Sie wurden entweder im Ohr getragen oder waren wie die Schläfenringe an Bändern oder Kopfbedeckungen befestigt. Besonders aufwändig gefertigt sind die Ohrringe vom Kiewer Typ. Auf deren Bügel sind runde oder walzenförmige Perlen aufgeschoben. Orientalische Formen werden durch Silberohrringe mit einer großen Perle im unteren Bügelbereich <a rel="attachment wp-att-1548" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1546/orring2"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1548" title="orring2" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/03/orring2-84x100.jpg" alt="" width="84" height="100" /></a>repräsentiert, auf die Kegel angelötet wurden.<br />
Einige Exponate fallen auffallend aus diesen Schemata heraus: Silberohrringe, an deren Ring beziehungsweise &#8220;Kuppel&#8221; jeweils sieben Kettchen befestigt sind. An den Enden der Kettchen hängen Silberperlen und Pressbleche. Es handelt sich dabei um seltene Funde, die zwischen 950 und 1050 in Mode waren.</p>
<p>.</p>
<h3>Halsketten und -ringe</h3>
<p>Der in der Ausstellung präsentierte Halsschmuck umfasst Halsringe sowie aus Perlen und Anhängern bestehende Ketten und wurde von Frauen wie auch von Männern getragen. Besonders anspruchsvolle Schmuckelemente aus dem ostslawischen Gebiet sind die Silberperlen vom Typ Wolhyn.</p>
<p>Ihr komplizierter Aufbau besteht aus einem Metallstift, der von drei oder vier flachgedrückten gebogenen Röhrchen umgeben ist. Diese sind mit Silberkügelchen in Doppellinien- und Dreieckmustern reich verziert. Diese raffinierten Silberperlen wurden von der zweiten Hälfte des 10. bis zum 11. Jahrhundert angefertigt.</p>
<p>Die Halsringe sind aus Silberdrähten gefertigt und ausgesprochen prunkvoll. Einige bestehen aus sechs beziehungsweise acht Drahtpaaren. Die Drahtenden wurden zu Platten mit Haken und Öse geschmiedet. Derart gestaltete Halsringe sind unter anderem aus westslawischen Horten der Ostseeküstenzone bekannt und datieren in die Zeit vom ausgehenden 10. bis zum beginnenden 12. Jahrhundert.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1549" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1546/halsring"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1549" title="halsring" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/03/halsring-150x85.jpg" alt="" width="150" height="85" /></a>Etwas ganz Besonderes ist eine Kette aus dem Mitte des 11. Jahrhunderts niedergelegten Hort von Borucin in Polen. Diese Silberkette besteht aus in der Mitte zusammengebogenen achtförmigen Gliedern, wobei jedes Einzelne mit dem jeweils übernächsten verbunden ist. Die Enden dieser Kette sitzen in einer Tülle in Tierkopfform, was für eine skandinavische Herkunft spricht.</p>
<h3>Armringe</h3>
<p><a rel="attachment wp-att-1550" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1546/armring"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1550" title="armring" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/03/armring-150x83.jpg" alt="" width="150" height="83" /></a>Die Armringe sind auf dieselbe Art gefertigt, wie die weitaus häufigeren Finderringe: sie wurden vornehmlich aus Blechstreifen oder Drähten hergestellt. Lediglich zwei Manschettenarmringe heben sich hinsichtlich ihrer Herstellungstechnik ab. Sie bestehen aus zwei breiten Blechbändern, die durch ein Scharnier miteinander verbunden sind. Ihre mit glatten Drähten längsgeteilten Felder füllen ketten- (Kat.-Nr. 164) und zopfförmige Filigrananordnungen, die von Bändern aus S-förmigen Drähten gerahmt sind. Armringe mit Scharnier sind in verschiedener Ausprägung aus vielen Gebieten Europas und des Orients bekannt.</p>
<h3>Katalog &#8211; Bibliografische Angaben</h3>
<p>Schätze des Mittelalters. Schmuck aus dem Staatlichen Archäologischen Museum Warschau, hrsg. von Museum in der Kaiserpfalz/LWL-Archäologie für Westfalen, Archäologisches Landesmuseum Brandenburg, Martin Kroker, Michael Rind, Franz Schopper, Druckverlag Kettler (Bönen 2011), ISBN 978-3-86206-071-9, Buchhandelsausgabe 17,90 Euro (Museumsausgabe 14 Euro). 164 Seiten, ca. 500 farbige Abbildungen.</p>
<p>Ausstellungsdaten:<br />
&#8220;Schätze des Mittelalters &#8211; Schmuck aus dem Staatlichen Archäologischen Museum Warschau&#8221; 12.2.-8.5.2011 Im Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn</p>
<p>Öffnungszeiten:<br />
dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr<br />
an jedem ersten Mittwoch im Monat 10 bis 20 Uhr</p>
<p>Eintritt<br />
Erwachsene 2,50 €<br />
ermäßigt 1,50 €<br />
Familien 6,00 €<br />
Erwachsene in Gruppen ab 6 Personen 2,00 €<br />
Schulklassen und Kindergartengruppen haben freien Eintritt.</p>
<p>Museum in der Kaiserpfalz<br />
Am Ikenberg<br />
33098 Paderborn<br />
Tel.: 05251 1051-10<br />
Fax: 05251 1051-25<br />
E-Mail: <a href="mailto:kaiserpfalzmuseum@lwl.org">kaiserpfalzmuseum@lwl.org</a><br />
<a href="http://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de">http://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de</a></p>
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		<title>Jungsteinzeitliche Siedlung an der Soester Straße in Werl gefunden</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 17:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Werl (lwl). Die Gesellschaft für Archäologische Baugrundsanierung mbH gräbt in Werl zur Zeit unter Fachaufsicht der LWL-Archäologie für Westfalen Siedlungsspuren aus dem frühesten Abschnitt der Jungsteinzeit aus. Hier lebten die ältesten Bauern Südwestfalens, die nach ihrer charakteristischen Art der Gefäßverzierung &#8220;Bandkeramiker&#8221; genannt werden. An diesem Dienstag (29.3.) konnten sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1541" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1540/attachment/33572"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1541" title="33572" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/03/33572-133x100.jpg" alt="" width="133" height="100" /></a>Werl (lwl). Die Gesellschaft für Archäologische Baugrundsanierung mbH gräbt in Werl zur Zeit unter Fachaufsicht der LWL-Archäologie für Westfalen Siedlungsspuren aus dem frühesten Abschnitt der Jungsteinzeit aus. Hier lebten die ältesten Bauern Südwestfalens, die nach ihrer charakteristischen Art der Gefäßverzierung &#8220;Bandkeramiker&#8221; genannt werden. An diesem Dienstag (29.3.) konnten sich die Forscher mithilfe eines Hubwagens erstmals einen Blick von oben über das Grabungsgelände verschaffen &#8211; eine große Hilfe, um die Gesamtanlage besser bewerten zu können.</p>
<p>Die bisherigen Grabungsergebnisse sind etwas ganz Besonderes, denn vergleichbare Befunde gab es zuletzt in Südwestfalen in den 1970er Jahren. Die Möglichkeit, nach fast 40 Jahren nun wieder einen Siedlungsplatz aus der Zeit um 5200 v. Chr. zu untersuchen, ist für die Archäologen daher von großer Bedeutung &#8211; vor allem da nun erstmals die Möglichkeit gegeben ist, eine bandkeramische Siedlung großflächig zu erforschen.</p>
<p>Die Fundstelle kam überraschend im Vorfeld eines Bauprojektes der RK Autowelt GmbH an der Soester Straße zutage. Mit einer zu untersuchenden Fläche von ca. 10.000 Quadratmetern wird bei der Ausgrabung erstmals ein größerer Ausschnitt einer bandkeramischen Siedlung in Südwestfalen flächendeckend untersucht. Mittlerweile sind ca. 1500 Quadratmeter bearbeitet. Dabei entdeckten Grabungsleiterin Katja Oehmen und ihr Team bereits die Reste von zwei der für diese Epoche typischen großen Hausgrundrisse. Diese rechteckigen Langhäuser dienten vermutlich gleichzeitig als Wohnhäuser und Vorratsspeicher. Aufgedeckt wurden außerdem große Lehmentnahmegruben und Abfallgruben. Darüber hinaus fanden sich breite Grabenabschnitte, die eventuell Reste einer Befestigung der Siedlung sein könnten.</p>
<p>An Funden konnten bisher bearbeitete Feuersteine und vor allem Keramik aus den Gruben geborgen werden. Eine genauere Datierung der Siedlung ist über die auf der Keramik verwendeten Verzierungsstile möglich: In diesem Fall sprechen die typischen Muster für eine Datierung in die jüngere Bandkeramik (um 5200 v. Chr.). Ein besonders schöner Fund ist ein großer Hämatitbrocken mit zahlreichen Schleifspuren. &#8220;Dieser Roteisenstein wurde abgerieben und das dabei entstehende rote Pulver diente als Färbemittel, z.B. zur Körperbemalung&#8221;, berichtet Dr. Eva Cichy von der LWL-Archäologie für Westfalen.</p>
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		<title>Die Feuerritter &#8211; Kampf um Teinemaa</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 12:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch-Rezensionen/Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Feuerritter Kampf um Teinemaa von Ann Kathrin Karschnick 626 Seiten 1. Auflage 2009 © 2009 by ToMa-Edition www.toma-edition.de www.ann-kathrinkarschnick.de ISBN: 978-3-940367-49-5 Tulurin macht die Augen auf, doch zunächst weiß er nicht, wo er sich befindet. Nein, das ist nicht das Waisenhaus, denn dort ist nicht alles aus Stein. Angst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Die Feuerritter<a rel="attachment wp-att-1336" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1335/die_feuerritter"><img class="alignright size-full wp-image-1336" title="Die_Feuerritter" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/Die_Feuerritter.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a><br />
Kampf um Teinemaa</strong></h1>
<p>von Ann Kathrin Karschnick</p>
<p>626 Seiten<br />
1. Auflage 2009<br />
© 2009 by ToMa-Edition<br />
<a href="http://www.toma-edition.de/" target="_blank">www.toma-edition.de</a><br />
<a href="http://www.ann-kathrinkarschnick.de/" target="_blank">www.ann-kathrinkarschnick.de</a><br />
ISBN: 978-3-940367-49-5</p>
<p>Tulurin  macht die Augen auf, doch zunächst weiß er nicht, wo er sich befindet.  Nein, das ist nicht das Waisenhaus, denn dort ist nicht alles aus Stein.  Angst und Panik macht sich breit und ein dumpfer Schmerz hämmert in  seinem Kopf. Hier riecht es schlecht und es ist feucht und modrig. Seine  Erinnerungen nehmen langsam wieder Gestalt an. Da waren diese Stühle,  die er dem Stadthalter Shin-Du liefern sollte. Hätte er nur nicht darauf  bestanden, sie ihm persönlich auszuhändigen. Dann hätte er auch niemals  dessen Gespräch mit dem unheimlichen Wesen, oder was immer es gewesen  sein mag, unfreiwillig belauschen und jenes Wissen erwerben können, das  ihm jetzt offenbar zum Verhängnis wird &#8230;</p>
<p>Die gesamte Rezension lest Ihr hier -&gt; <a href="http://home.arcor.de/tomary/Literatur/Die_Feuerritter/die_feuerritter.html" target="_blank">Die Feuerritter &#8211; Kampf um Teinemaa</a></p>
<p>Noch mehr Rezensionen von Thomas Lawall findet Ihr unter http://www.querblatt.com/</p>
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		<title>TAREAN &#8211; Sohn des Fluchbringers</title>
		<link>http://blog.radio-aena.de/archives/1322</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 11:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch-Rezensionen/Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[TAREAN Sohn des Fluchbringers von Bernd Perplies 348 S. Originalausgabe August 2008 bei LYX ©2008 bei EGMONT Verlagsgesellschaften mbH 1. Auflage www.egmont-lyx.de ISBN 978-3-8025-8180-9 Sicher gibt es Parallelen zu anderen Fantasy-Epen, was letztlich wenig wundert. Schließlich ähnelt auch jeder Kriminalroman im Prinzip oder wenigstens in Spurenelementen dem anderen. Jemand wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>TAREAN<br />
Sohn des Fluchbringers</strong></h1>
<h1><a rel="attachment wp-att-1323" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1322/tarean_-_sohn_des_fluchbringers"><img class="alignright size-full wp-image-1323" title="Tarean_-_Sohn_des_Fluchbringers" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/Tarean_-_Sohn_des_Fluchbringers.jpg" alt="" width="189" height="300" /></a></h1>
<p>von Bernd Perplies</p>
<p>348 S.<br />
Originalausgabe August 2008 bei LYX<br />
©2008 bei EGMONT Verlagsgesellschaften mbH<br />
1. Auflage<br />
<a href="http://www.egmont-lyx.de/" target="_blank">www.egmont-lyx.de</a><br />
ISBN 978-3-8025-8180-9</p>
<p>Sicher  gibt es Parallelen zu anderen Fantasy-Epen, was letztlich wenig  wundert. Schließlich ähnelt auch jeder Kriminalroman im Prinzip oder  wenigstens in Spurenelementen dem anderen. Jemand wird umgebracht und  nun gilt es, den Mörder zu finden und zu überführen. Auch das Rad des  Fantasy-Romans kann nicht völlig neu erfunden werden. Es geht nun mal um  Zauberer, Ritter und andere schmucke Helden, die im ewigen Kampf gegen  das Böse die Dinge wieder ins Gleichgewicht bringen. So auch in &#8220;Tarean &#8211;  Sohn des Fluchbringers&#8221; (2008). Entscheidend ist, wie eine Geschichte  erzählt wird &#8211; ob sie uns fesselt oder zum Einschlafen nötigt. Letzteres  ist in diesem Fall völlig ausgeschlossen, um einen Teil meines Fazits  vorwegzunehmen &#8230;</p>
<p>Die gesamte Rezension lest Ihr hier -&gt; <a href="http://home.arcor.de/tomary/Literatur/Tarean/tarean.html" target="_blank"><strong>TAREAN &#8211; Sohn des Fluchbringers</strong></a></p>
<p>Noch mehr Rezensionen von Thomas Lawall findet Ihr unter http://www.querblatt.com/</p>
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		<title>Dazkarieh : Ruído do Silêncio</title>
		<link>http://blog.radio-aena.de/archives/1312</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 21:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur wenigen Bands gelingt es, ein eigenes Genre zu schaffen. Dazkarieh aus Portugal gehören dazu. Ihr Name steht für „Nu Portuguese Folk-Rock“, oder wie auch immer man diese extravagante Musikmischung vom Rande Europas nennen will. Eigentlich denkt man bei Portugal sofort an Fado, der mediterrane Blues hat bei Dazkarieh aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1313" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1312/dazkarieh01-600"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1313" title="dazkarieh01-600" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/dazkarieh01-600-150x100.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Nur wenigen Bands gelingt es, ein eigenes Genre zu schaffen. Dazkarieh aus Portugal gehören dazu. Ihr Name steht für „Nu Portuguese Folk-Rock“, oder wie auch immer man diese extravagante Musikmischung vom Rande Europas nennen will.</p>
<p>Eigentlich denkt man bei Portugal sofort an Fado, der mediterrane Blues hat bei Dazkarieh aber nichts zu melden. Das Quartett mit der schönen und geheimnisvollen Frontfrau bedient sich eher bei der mediterranen Volksmusik, schielt ins benachbarte Galicien und vor allem zur keltischen Musik. Ob griechische Bouzouki, arabische Darabuka oder keltischer Dudelsack – gespielt wird, was gefällt.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Die altehrwürdigen traditionellen Instrumente werden von Dazkarieh in ein siedendes Soundbad aus verzerrten Gitarren, Elektronik, harten Rock-Drums, Hall- und Delay-Effekten geworfen, ohne Rücksicht auf Verluste. Dieser klingende Kulturen-Clash führte schon beim großen Folkfestival in Rudolstadt, in Malaysia, Estland, Polen und vielen anderen Ländern zu offenen Mündern und wahren Begeisterungsstürmen.</p>
<p><img class="alignleft" title="Dazkarieh" src="http://www.radio-aena.de/images/cover/feb2011/dazkarieh-150.jpg" alt="" width="109" height="96" />Das neue Album „Ruído do Silêncio“ ist bereits das fünfte Studioalbum der Band, die sich 1999 in Lissabon gegründet hat. Dazkarieh sind ihren Weg seitdem stets radikal und unbeirrbar gegangen, egal ob Folk-Rock, Folktronic und Konsorten gerade angesagt waren oder nicht. Nun sieht man, dass es sich gelohnt hat. „Ruído do Silêncio“ ist eine eigene Welt, intensive Musik mit vielen Extremen, mal sphärisch schwebend und mal heftig rockend.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1314" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1312/dazkarieh02-600"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1314" title="dazkarieh02-600" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/dazkarieh02-600-66x100.jpg" alt="" width="66" height="100" /></a>Die üblichen Klischees des Mittelalterrock bedeuten Dazkarieh aber nichts und gerade deshalb lohnt es sich besonders, sie einmal live auf der Bühne zu sehen. Zum Glück kommen Dazkarieh im März 2011 für einige Konzerte nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.</p>
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		<title>In Extremo : STERNENEISEN</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 18:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Stürzt ein Himmelskörper zur Erde, verglüht er entweder als Sternschnuppe oder schlägt als Meteorit in den Boden ein.Einige Meteoriten enthalten Sterneneisen, das Metall aus dem All, um das sich viele Sagen ranken. Berühmte Klingen unschlagbarer Schwerter sollen aus Sterneneisen geschmiedet worden sein, eine Waffe aus diesem Metall macht ihren Träger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1280" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1279/in_extremo_cover_sterneneisen-150"><img class="size-full wp-image-1280 alignleft" title="IN_EXTREMO_Cover_Sterneneisen-150" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/IN_EXTREMO_Cover_Sterneneisen-150.jpg" alt="" width="150" height="149" /></a>Stürzt ein Himmelskörper zur Erde, verglüht er entweder als Sternschnuppe oder schlägt als Meteorit in den Boden ein.Einige Meteoriten enthalten Sterneneisen, das Metall aus dem All, um das sich viele Sagen ranken. Berühmte Klingen unschlagbarer Schwerter sollen aus Sterneneisen geschmiedet worden sein, eine Waffe aus diesem Metall macht ihren Träger unbesiegbar, so heißt es. Einige Rittersagen berichten, Excalibur, das Schwert von König Artus, sei aus diesem kosmischen Metall gefertigt und habe ihm übernatürliche Kräfte verliehen. „Sterneneisen“ heißt auch das neue Werk von In Extremo. Der Kosmos mit seiner endlosen Weite, seinen Sternenbildern, Mythen und Rätseln inspirierte In Extremo zu ihrem bislang fantasievollsten und farbigsten Album.  Dafür hat die Band ihr musikalisches Spektrum um etliche Klangfarben erweitert, es reicht jetzt von melancholischem Folk und treibendem Rock bis zu martialischem Metal und poetisch leisen Tönen. Was die Bilder ihrer Lyrik betrifft, greift die Band nicht nur nach den Sternen wie beispielsweise bei „Schau zum Mond“, sondern wendet sich auch irdischen Themen zu wie etwa in „Auge um Auge“ und „Wahre Freunde“.</p>
<p>„Während wir früher bis zur letzten Sekunde am Albumtitel geknobelt hatten, bekamen wir diesmal die Idee schon am Anfang der Aufnahmen“, berichtet Kay Lutter, Bassist der Berliner, „das Wort „Sterneneisen“ hat Kraft, es ist heiß und schlägt ein.“ „Nicht vergessen sollte man eine andere Ebene“, fügt Dr. Pymonte verschmitzt hinzu, seines Zeichens Dudelsackbläser und Harfenist von In Extremo, „wir sind eine Band, die gerne feiert. Im Laufe unserer Parties hat schon so mancher Sterne gesehen. “ Vor allem das neue „Viva la Vida“ legt Zeugnis ab von durchzechten Nächten unterm Säufermond, gefolgt von Morgen, in denen den sternhagelvollen Trinkern das Sonnenlicht in die Augen stach.</p>
<p>Im Laufe von nunmehr 16 Jahren sind In Extremo selbst ein Fixstern am Rock´n´Roll-Himmel geworden, Grund genug für die Mitglieder ihren eigenen kleinen Planeten zu besingen: „Dieser Stern hat sieben Zacken / sieben Funken / sieben Macken“ heißt es etwa im Titelsong. „Später sind wir auf das Heptagramm aus der griechischen Mythologie gestoßen, den siebenzackigen Stern. Es steht für Liebe, Weisheit und Zusammenhalt“, charakterisiert Py das Symbol, welches auch das Cover des Albums ziert. In „Siehst du das Licht?“ geht die Band musikalisch zurück zu ihren Wurzeln, im Mittelteil wird das mittelalterliche Lied „Stella Splendens“ (deutsch: „Wunderschöner Stern“) zitiert. Für ihr neues Werk scheuen sich In Extremo auch nicht, heiße Eisen anzufassen. „Auge um Auge“ etwa handelt vom Für und Wider der Todesstrafe, die in diversen Staaten noch praktiziert wird. „Der Text hat kein Fazit, aber er handelt von einem Mann, der zum Tode verurteilt wurde“, berichtet Py. „Er denkt über den Mord nach, den er begangen hat. Als Kind wäre er nie fähig gewesen zu töten. Was ist mit ihm passiert?“</p>
<p>Der helle Glanz, der in den Songs der Sternenrocker funkelt, ist nicht zuletzt ihrem neuen Trommler Specki T. D. zu verdanken. Der schlagstarke Bayer ist in der Welt des Heavy Metal genauso zuhause wie im Folk und Pop. Alle „Extremisten“ haben hart an sich gearbeitet, um ihren musikalischen Ausdruck zu erweitern. „Wir sind eine Rockband“, betont Gitarrist Sebastian Lange (alias Van Lange), „und wir probieren immer wieder neue Dinge aus, um Emotionen zu wecken.“ Für Sänger Michael Rhein (alias Das letzte Einhorn) ist das eine Herausforderung, die er gerne annimmt, „mein Job als Frontmann ist es, die Stimmung des jeweiligen Songs zu präsentieren“, beschreibt er seine Aufgabe am Mikro.</p>
<p>Der kometenhafte Aufstieg der Himmelsstürmer begann Mitte der 90er. Anfangs bestanden In Extremo aus zwei Teilen. Zum einen gab es die Mittelalter-Fraktion, befeuert von akustischen Instrumenten; zum anderen eine elektrisch verstärkte Rock-Fraktion. Angestachelt von lungengetriebenen Sackpfeifen bespielte der akustische Teil der Band vor allem die Mittelaltermärkte der Republik und veröffentlichte 1997 ihren Erstling „Gold“. Mit „Hameln“ und dem Live-Album „Die Verrückten sind in der Stadt“ (beide 1998) legten die Freunde der Alten Musik nach.Neben Dudelsäcken kamen traditionelle Instrumente wie Nyckelharpa, Harfe, Cister, Trumscheit, Davul und Klangbaum zum Zuge. Vielfach wurden die traditionellen Lieder in alten Fassungen mit Texten in Alt-Französisch, Mittelhochdeutsch und Althochdeutsch gesungen.Der entscheidende Geistesblitz folgte 1997, als beide Fraktionen sich zusammen schlossen, um 1998 ihr erstes Mittelalterrockalbum „Weckt die Toten!“ zu veröffentlichen. Es enthält moderne Versionen mittelalterlicher Traditionals und erzielte ein starkes Echo bei den Rockfans. Nach acht veröffentlichten Alben, hohen Chartplatzierungen und diversen Edelmetallauszeichnungen erreichte die Karriere der Band mit dem Einstieg des letzten Albums „Sängerkrieg“ von Null auf eins der deutschen Hitparade einen vorläufigen Höhepunkt. Immer wieder luden In Extremo Gäste zu sich ins Studio, darunter etwa Thomas D. von den Fantastischen Vier, Rea Garvey von Reamonn, Marta Jandová von Die Happy, Paddy Kelly, Raven von Killing Joke, Götz Alsmann, Silbermond und die Mittelalter-Rock-Pioniere Ougenweide.</p>
<p>Anlässlich von „Sterneneisen“ ließen es sich zwei langjährige Freunde der Band nicht nehmen, aus voller Kehle einzustimmen. Für den Song „Unsichtbar“ kam Mille Petrozza, Kopf von Kreator, der wichtigsten Thrash-Metalband des Landes, ins Studio. Er sang sowohl einzelne Strophenzeilen als auch, gemeinsam mit In-Ex- Frontmann Micha Rhein, den voluminösen Refrain.<br />
Mille und In Extremo kennen sich schon lange Zeit. Wann immer die Berliner im Ruhrpott rocken, und Kreator nicht auf Tour sind, kommt Mille backstage. Auch der zweite Gast ist ein alter Bekannter, „Der Graf“ und In Extremo schlossen schon Freundschaft bevor seine Band Unheilig 2010 nahezu alle nationalen Titel und Auszeichnungen abräumte, die eine Popgruppe gewinnen kann. Nie zuvor habe er auf der Platte einer anderen Band gesungen, bemerkte Der Graf. Für „Hol die Sterne“ gab er sich die Ehre, sang eine komplette Strophe und den Chorus zusammen mit Rhein.</p>
<p>2010 feierten die Ritterrocker übrigens ihr 15jähriges Jubiläum mit zwei ausverkauften Open-Air-Konzerten in Erfurt vor 14.000 verzückten In-Ex-Fans, unterstützt von namhaften Kapellen wie Oomph!, Pothead, Fiddler´s Green, Korpiklaani und Ohrenfeindt.</p>
<h2>Single:</h2>
<h3><a rel="attachment wp-att-1281" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1279/in_extremo_cover_zigeunerskat-150"><img class="size-full wp-image-1281 alignnone" title="IN_EXTREMO_Cover_Zigeunerskat-150" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/IN_EXTREMO_Cover_Zigeunerskat-150.jpg" alt="" width="119" height="106" /></a></h3>
<h3>ZIGEUNERSKAT</h3>
<p>(VÖ: 18.02.2011)</p>
<h3>Album:</h3>
<p>STERNENEISEN<br />
(VÖ: 25.02.2011)</p>
<h2>Tracklist:</h2>
<p>1. Zigeunerskat<br />
2. Gold<br />
3. Viva La Vida<br />
4. Siehst Du Das Licht<br />
5. Stalker<br />
6. Hol die Sterne feat. Der Graf<br />
7. Sterneneisen<br />
8. Zauberspruch No. VII<br />
9. Auge Um Auge<br />
10. Schau Zum Mond<br />
11. Unsichtbar feat. Mille Petrozza<br />
12. Ich vermiss Dich<br />
13. Interactive Audio<br />
(Webplayer mit Zugriff auf exklusiven Online Bonus Content)<br />
Web: www.inextremo.de</p>
<p>(Quelle: Pressemitteilung)</p>
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		<title>Die Eiswolf-Saga BRUDERMORD</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 13:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch-Rezensionen/Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eiswolf-Saga BRUDERMORD Teil 1 von Holger Weinbach 276 Seiten © ACABUS Verlag, Hamburg 2009 www.acabus-verlag.de ISBN: 978-3-941404-39-7 Abt Degenar weiß, wen er vor sich hat. Der vom Wirtschaftsverwalter Ivo gefundene Junge jedoch hat die Erinnerung an seinen Namen verloren. Traumatisiert von den grauenvollen Ereignissen der letzen Tage verschließt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a rel="attachment wp-att-1257" href="http://blog.radio-aena.de/archives/1256/brudermord"><img class="size-full wp-image-1257 alignright" title="Brudermord" src="http://blog.radio-aena.de/wp-content/uploads/2011/02/Brudermord.jpg" alt="" width="174" height="248" /></a>Die Eiswolf-Saga<br />
BRUDERMORD<br />
Teil 1</h2>
<p>von Holger Weinbach<br />
276 Seiten<br />
© ACABUS Verlag, Hamburg 2009<br />
www.acabus-verlag.de<br />
ISBN: 978-3-941404-39-7</p>
<p>Abt Degenar weiß, wen er vor sich hat. Der vom Wirtschaftsverwalter Ivo gefundene Junge jedoch hat die Erinnerung an seinen Namen verloren. Traumatisiert von den grauenvollen Ereignissen der letzen Tage verschließt er sich vollständig. Dennoch stimmt er zu, Aufnahme als Novize in einem Benediktinerkloster zu erhalten und den Namen Faolán anzunehmen. Die Frage ist nur, ob er hier auf Dauer sicher ist, denn schon scheint der intrigante Prior Walram den Hauch einer gewissen Ahnung zu verspüren &#8230;</p>
<p>Die gesamte Rezension lest Ihr hier -&gt; <a title="Die Eiswolf-Saga" href="http://home.arcor.de/tomary/Literatur/Die_Eiswolf-Saga_I/die_eiswolf-saga_i.html" target="_blank">Die Eiswolf-Saga/BRUDERMORD</a></p>
<p>Noch mehr Rezensionen von Thomas Lawall findet Ihr unter http://www.querblatt.com/</p>
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